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Erste Arbeitssitzung des Gemeinderates im Zeichen von COVID-19 - Pandemie führt zu deutlichem Einnahmenrückgang im Gemeindebudget

Erste Arbeitssitzung des Gemeinderates im Zeichen von COVID-19 - Pandemie führt zu deutlichem Einnahmenrückgang im Gemeindebudget

Die erste Arbeitssitzung des Gemeinderates in der Periode 2020–2025 musste, wie bereits die Konstituierende Sitzung Anfang Juli, in der Burg stattfinden, um die Corona-Vorgaben umzusetzen und eine gesundheitlich gefahrlose Teilnahme für Mandatsträger/innen und Zuschauer/innen gewährleisten zu können. Bürgermeister Martin Schuster eröffnete die Sitzung mit dem Gedenken an die verstorbenen GR a. D. Rosemarie Paminger und GR a. D. Ing. Alois Weinzettl.

Finanzielle Spielräume stark eingeschränkt

Die Pandemie und die damit in Verbindung stehenden wirtschaftlichen Unwägbarkeiten schlagen sich im 1. Nachtragsvoranschlag 2020 dramatisch nieder. Der von gfGR Mag. Wolfgang Hussian und der Finanzabteilung erarbeitete Budgetplan ist grundsätzlich gut aufgestellt, hat aber einnahmenseitig eine Schieflage aufzufangen: Während bei den Abgabenertragsanteilen mit einem Minus von zumindest 10 % (rd. 1,6 Millionen Euro) gerechnet werden muss, wird die Kommunalsteuer (die wesentlichste gemeindeeigene Abgabe) um zumindest rd. 1 Mill. EUR gegenüber dem Vorjahr zurückbleiben.

„Alle Ausgaben auf dem Prüfstand“ und Restrukturierung beim Personal

Um die Liquidität des Gemeindehaushalts dennoch sicherzustellen, beschloss der Gemeinderat bereits Ende Mai eine 24-monatigen Tilgungsunterbrechung bei den Darlehen, die im Jahr 2020 immerhin rd. 1,6 Mill. EUR ersparen werden. Daneben waren aufgrund verordneter Pandemiemaßnahmen und aktiver gemeindeseitiger Hilfestellungen während der Lockdown-Phase im Frühjahr zusätzliche Ausgaben von rund 210.000 Euro und Mindereinnahmen im Veranstaltungsbereich von etwa 158.000 Euro zu berücksichtigen. Für Bürgermeister Martin Schuster unterstreichen die aktuellen Zahlen die Alternativenlosigkeit der bereits ergriffenen Einsparungsmaßnahmen, etwa im Personalbereich durch die Reduktion uns Restrukturierung der einzelnen Abteilungen: „Es ist unumgänglich, alle in der momentanen Situation nicht unbedingt notwendigen Ausgaben kritisch zu hinterfragen, gegebenenfalls zu streichen oder je nach Priorität zu verschieben“. In Umsetzung begriffene Projekte, wie das in der Phase des Baubeginns stehende „Betreute Wohnen“ in der Wiener Gasse, seien davon nicht betroffen, so Schuster abschließend.

Fotocredit: Marktgemeinde Perchtoldsdorf /zVg
Die Folgen der Corona-Pandemie haben Perchtoldsdorf deutlich im Griff: Neben dramatischen Auswirkungen auf das Gemeindebudget musste der Gemeinderat auf Grund der Abstandsvorgaben neuerlich in der Burg zusammentreten.



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