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"Tschick im Kübel": Bezirks-Aktion für saubere Gehsteige

Zigarettenabfälle am Boden sind leider ein alltäglicher Anblick, umso mehr sich durch das im Vorjahr eingeführte Rauchverbot in der Gastronomie der blaue Dunst nun in den öffentlichen Raum verlagert hat.
Der „Tschick am Boden“ ist gefühlt ein achtloses Kavalierdelikt, allerdings ist jeder Zigarettenstummel ein kleines Giftlager mit rund 250 toxischen Inhaltstoffen, von denen 90 krebserregend sind. In Österreich fallen jährlich 5.000 Tonnen dieses Giftmülls an. Die Filter sind zudem aus Kunststoff, der nicht verrottet, sondern nach 10-15 Jahren zu Mikroplastik zerfällt – mit weiteren negativen Folgewirkungen auf das Ökosystem.

Startschuss für Bewußsteinsarbeit und konkrete Hilfestellung

Für die Stadt Mödling, den bezirksweiten Abfallwirtschaftsverband GVA Mödling und das Entsorgungsunternehmen Saubermacher waren diese Überlegungen Ausgangspunkt für ein Projekt, das nun bezirksweit unter Teilnahme Perchtoldsdorfs ausgerollt wird. Dabei geht es darum, Aufklärungsarbeit zu leisten, das Vermüllungsproblem aufzuzeigen und Alternativen zu ermöglichen. „Es ist wichtig, bei Raucherinnen und Rauchern ein Bewusstsein für die Zigarette als Müll-Problem zu schaffen“, ist Franziska Olischer, Mödlings Stadträtin für Abfall-wirtschaft, überzeugt. Partner in diesem Projekt sind die Gemeinden wie auch die Gastronomiebetriebe und die Palette an konkreten Maßnahmen wird von speziellen Abfall-behältern für Zigarettenreste bis zum „Taschenbecher“, einem in Niederösterreich entwickelten und verschließbaren Aschenbecher für unterwegs reichen, die in Kürze vom GVA Mödling angeboten werden.

Fotocredit: Marktgemeinde Perchtoldsdorf /zVg
Bürgermeister Martin Schuster (li.) und Mödlings Stadträtin für Abfallwirtschaft Franziska Olischer bringen die Aktion „Tschick im Kübel“ als Bezirksprojekt auch nach Perchtoldsdorf.



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