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Perchtoldsdorfer Tradition Umgang und "Anschlagen" - COVID-Lockerungen ermöglichen Brauchtumspflege zu Fronleichnam

Perchtoldsdorfer Tradition Umgang und

Seit einer Bulle von Papst Nikolaus V. von 1452, die der bedeutende mittelalterliche Pfarrer Thomas Ebendorfer erwirkt hatte, wird in Perchtoldsdorf das Fronleichnamsfest, der „Umgang“, 10 Tage nach dem eigentlichen Feiertag abgehalten.
Lange hat es so ausgesehen, dass es auf Grund von Corona heuer zu keiner Prozession kommen würde – doch lassen die Lockerungsbestimmungen mittlerweile eine Feldmesse im Burghof samt verkürztem Prozessionsweg zum Termin am 21. Juni zu.

Im Vorfeld musikalische Darbietungen in allen Ortsteilen

Bereits in der Woche davor erklingen im ganzen Ortsgebiet bekannte Melodien. Seit etwa 100 Jahren – so lange ist die Blasmusik in Perchtoldsdorf nachweisbar – gehen die Musikanten von Haus zu Haus, spielen den Bewohnern ein Ehrenstück und bitten damit um eine finanzielle Anerkennung für ihre unentgeltlichen Einsätze während des gesamten Jahres. Für die berufstätigen Musiker ist dieser Brauch eine ziemliche Herausforderung, da das tägliche stundenlange Spiel eine nicht unerhebliche körperliche Belastung darstellt und erst in den Nachmittags- und Abendstunden durchgeführt werden kann. Die Blasmusik hat in Perchtoldsdorf einen besonderen Stellenwert: Neben der Weinhauerkapelle gibt es als weitere Klangkörper noch die Blasmusik Perchtoldsdorf und die Trachtenkapelle.


Fotocredit: Marktgemeinde Perchtoldsdorf, Perchtoldsdorf/zVg
Bürgermeister Martin Schuster (Mitte) freut sich mit der Vertretern der drei Perchtoldsdorfer Musikkapellen über das musikalische „Anschlagen“ im Vorfeld des „Umgangs“, der traditionellen Fronleichnamsprozession.



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