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Weingartenlandschaft nachhaltig abgesichert

GGR Josef Schmid, Anton Nigl, BGM LAbg. Martin Schuster, BGM Ferdinand Köck, Ing. Hans Sperber und Ing. Hannes Leeb (v.l.n.r.)

In den Weinorten Perchtoldsdorf und Gumpoldskirchen sind Veränderungen in der Struktur Weinbauflächen zu beobachten, die von den Verantwortlichen mit Sorge betrachtet werden

„Der Erhalt der Weingartenlandschaft im Erscheinungsbild und Grünraumangebot unserer Region, aber auch hinsichtlich der wirtschaftlichen Lebensfähigkeit der Betriebe erfordert dringende Maßnahmen“, macht Bürgermeister und Landtagsabgeordneter Martin Schuster angesichts zunehmender anderweitiger Nutzung von Weinbauflächen klar. Schuster ist die politische Spitze einer Bewegung, die von den Weinbauvereinen Perchtoldsdorf und Gumpoldskirchen ausgeht.

 

Im Weinbaugebiete Thermenregion ist die Weingartenlandschaft kleinteilig strukturiert. Geringe Parzellengrößen sowie Streulagenbesitz sind für die einzelnen Weinbaubetriebe charakteristisch. In letzter Zeit kommt es besonders in den Weinbaugemeinden des Bezirks Mödling zu einem gehäuften Verkauf kleiner Weingartengrundstücke, die in die Aufrechterhaltung eines wirtschaftlich gesunden weinbäuerlichen Grundbesitzes gefährdet. Die nicht von Weinhauern erworbenen Weingartenflächen werden - wenn überhaupt - nur untergeordnet weinwirtschaftlich genutzt und so ihrer ursprünglichen landwirtschaftlichen Nutzung entzogen.

 

Infolge der derzeitigen grundverkehrsrechtlichen Genehmigungsfreiheit des Erwerbs land- und forstwirtschaftlicher Flächen mit einer Fläche von unter 3.000 Quadratmetern findet eine Verzerrung der Agrarstruktur zu Lasten der Weinbaubetriebe statt. Die Ortsweinbauvereine der beiden führenden Weinbaugemeinden und Gumpoldskirchens Bürgermeister Ferdinand Köck hat daher mit gemeinsam mit dem Bezirksabgeordneten und Perchtoldsdorfer Bürgermeister Martin Schuster einen Lösungsvorschlag erarbeitet. Mit gestrigem Beschluss des Landtags wurde die Genehmigungsfreiheit auf 1.000 Quadratmeter herabgesetzt und damit der großflächigen Nutzungsänderung ein Riegel vorgeschoben werden. „Die Weingärten mit ihren Rebstockreihen bilden die Essenz der Weinbaugemeinde Perchtoldsdorf. Eine Verdünnung dieser Grundlage bedroht unseren Naturraum und damit ein wesentliches Element des Ortscharakters“, so Schuster abschließend.

 

 

Bildcredit: Pressefoto Ing. Walter Paminger



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