Martin Schuster
  Abgeordneter zum NÖ Landtag  
  Bürgermeister von Perchtoldsdorf

Wiedereröffnung der Kaltenleutgebner Bahn mit Sonderfahrten

Die festlich geschmückte ÖBB Diesellokomotive von 1959 hat am 3. September  zwischen Liesing, Perchtoldsdorf und Waldmühle den Neustart der 1883 eröffneten Kaltenleutgebner Bahn vollzogen.

Der in der ersten Jahreshälfte mit Unterstützung der Nachbargemeinde Kaltenleutgeben erfolgte Erwerb der Strecke durch die Marktgemeinde Perchtoldsdorf und die eisenbahnrechtliche Genehmigung als Anschlussbahn waren die Voraussetzungen, damit der vom Verein „Kaltenleutgebner Bahn“ mit großem ehrenamtlichen Engagement durchgeführte Nostalgiebetrieb nach mehrjähriger Pause wieder aufgenommen werden konnte.

Trotz Regenwetters nahmen mehr als 1.000 Eisenbahnfreunde in vier Zugpaaren die Möglichkeit an, in historische Rollmaterial die gut 5,7 Kilometer lange Strecke durch die Weingartenlandschaft und das Kaltenleutgebner Tal zu erleben. Die Sonderfahrten ermöglichen einen sanften Ausflugstourismus in den Wienerwald und sichern den Erhalt des Schienenbandes ab. Viele Menschen sprechen mich noch heute auf  die vor 50 Jahren erfolgte Einstellung der Straßenbahnlinie 360 und den Rückbau der Strecke an. Diesen Fehler wollen wir nicht wiederholen. Zwar ist die Aufnahme eines Regelbetriebs in den nächsten Jahren  kein Thema, dennoch wollen wir mit den Gleisen alle Chancen für die Zukunft wahren. 

Heuer wird es, ganz nach dem Vereinsmotto: "Die Bahn zu Brauchtum und Kultur, Heurigen und Natur" noch Sonderfahrten zum Autofreien Tag - Mobilitätsfest am 22. September sowie mit Dampf zum Hütereinzug am 12. November geben.
Anmeldung unter: www.kaltenleutgebnerbahn.at.

„Zug fährt ab“ auf der Kaltenleutgebner Bahn: Bei der ersten Sonderfahrt mit Obmann Fabian Köhazy (2. v. r.) und Zugchef Josef Bednarik (r.).

Bildcredit: Walter Paminger