Martin Schuster
  Abgeordneter zum NÖ Landtag  
  Bürgermeister von Perchtoldsdorf

Barocke Auferstehungssäule am Leonhardiberg wiedereingeweiht

Perchtoldsdorf verfügt über ein reiches Erbe an Kunst- und Kulturschätzen aus vielen Jahrhunderten. Dazu gehört die barocke Auferstehungssäule auf dem Leonhardiberg, die am Augustinus-Sonntag (28. August), dem Patronatsfest der Pfarre Perchtoldsdorf, in einer ökumenischen Zeremonie mit Pfarrer Mag. Josef Grünwidl von Seiten der römisch-katholischen und Pfarrer Mag. Andreas Fasching seitens der evangelischen Pfarre wieder eingeweiht wurde.

Die "Heilands-“ oder "Auferstehungssäule“ wurde 1734 von einem namentlich nicht bekannten Barockbildhauer geschaffen. Das 7,90 m hohe Bildwerk geht auf eine Stiftung des vermögenden Perchtoldsdorfers und Wiener Ratsmitglied Johannes Sebastian Deyl zurück. Die Neuaufstellung der Säule wurde am Standort der ehemaligen Leonhardibergkirche vorgenommen und damit die Sichtachse zur Rodauner Bergkirche und der Kreuzigungsgruppe am Hochberg betont. Sie gehört zu den letzten Überresten des einstigen Wallfahrts¬zentrums auf dem Leonhardiberg, doch haben Bewitterung und Umwelteinflüsse der Oberfläche und Statik dieses Denkmales in den vergangenen Jahren so stark zugesetzt, dass sie im Vorjahr abgebaut  und komplett restauriert werden musste.

Die vom Bundesdenkmalamt begleiteten Arbeiten umfassten die De¬montage der gesamten An¬lage, die Herstellung einer neuen Fundierung, Konservierungsmaßnahmen und die Wiederrichtung am Leonhardiberg. Die Gesamtkosten beliefen sich auf rund € 70.000,-- betragen, wobei der Perchtoldsdorfer "Hochbergkreis“ unter der Führung von Obmann DI Dr. Stefan Zapotocky einen Anteil von € 20.000,-- übernommen hat. Weiters wurden Landes- und Bundesmittel angesprochen. Mit der Unterstützung des ‚Hochbergkreises‘ wurde es möglich, dieses wertvolle Kulturjuwel für die Zukunft zu sichern.
 

Bei der Einweihung am neuen Standort: Mitglieder des Hochberg-kreises, angeführt von Obmann Stefan Zapotocky (Mitte), den Pfarrern Josef Grünwidl (r.), Andreas Fasching (2. v. l.), Prälat Ernst Freiler (l.), sowie Vizebürgermeisterin und Kulturreferentin Brigitte Sommerbauer (4. v. l.), Patrick Schicht vom Bundesdenkmalamt (5. v. l.) und die Leiterin der Kulturabteilung Christine Mitterwenger (3. v. r.).

Bild: Walter Paminger